Brasilien

Die Rechte gegen die Profitgier verteidigen

Nationale und internationale Grossprojekte wie Plantagen, Minen, Strassen und Wasserkraftwerke bedrohen die ländliche Bevölkerung in Brasilien. Fehlende juristische Sicherheit macht sie verwundbar gegenüber den massiven Landansprüchen.

Die Lebensweise der Bewohner im Amazonasgebiet gerät immer mehr unter Druck. Der Erdöl-, Bauxit- und Goldabbau bringt schwerwiegende Gesundheitsschäden und Landenteignungen mit sich. Die fortschreitende Ausdehnung der Monokultur-Plantagen wie Soja, und der massive Einsatz von chemischen Pestiziden vertreiben vielerorts Kleinbauernfamilien oder schaffen sklavereiähnliche Arbeitsbedingungen. Unter der aktuellen Regierung ist auch die Landzuteilung an Kleinbauernfamilien, Indigene und andere traditionelle Bevölkerungen ernsthaft gefährdet. Korruption bis hin zur Regierungsebene verhindert, dass die Rechte der lokalen Bevölkerung respektiert werden.

Gleichgesinnte schliessen sich zusammen

Damit betroffene Personen ihre Rechte gegenüber der Regierung und Konzernen verteidigen können, werden sie von Fastenopfer regelmässig beraten und unterstützt, sich zu vernetzen. Lokale Universitäten, soziale Organisationen und Gewerkschaften fordern gemeinsam, dass Abbaulizenzen erst erteilt werden, nachdem die Territorien der indigenen und anderen traditionellen Bevölkerungen juristisch anerkannt worden sind. Sie erarbeiten Strategien zur Verteidigung ihrer Rechte, betreiben Lobbyarbeit und produzieren Videos, um auf die Missstände hinzuweisen. Diese Aktivitäten bringen Hoffnung zurück.

 

Was wir im nächsten Jahr mit Ihrer Hilfe erreichen wollen

  • 5500 weitere Personen kennen ihre Rechte und die regionalen Entwicklungspläne.
  • 50 Organisationen werden gestärkt, damit sie zusammen mit engagierten Personen ihre Ziele eigenständig verfolgen und erreichen können.
  • In 10 neuen Gebieten stellen die Menschen Anträge auf rechtliche Anerkennung des Landes, das sie seit langem bebauen. In 600 Fällen ist der Legalisierungsprozess abgeschlossen.
  • 5 Aktionen, die sich für die Rechte der Frau einsetzen, wurden durchgeführt.

 

«Die Jungen ziehen hier wegen fehlender Perspektiven häufig weg. Die Partnerorganisation von Fastenopfer kam hierher mit dem Ziel, mit den Jugendlichen neue Perspektiven zu diskutieren. Das hat vielen Jungen die Augen geöffnet und neue Ziele für Ihr Leben eröffnet» Ein Jugendlicher aus Bela Fonte, Antônio Sousa Silva

Dammbruch Brasilien: erst ein Vorgeschmack auf weitere Katastrophen?

31.01.2019

Die Nachrichten über den erneuten Dammbruch in Brasilien wecken ungute Erinnerungen. Und die Katastrophe ist eine von vielen möglichen, vor denen die Zivilgesellschaft gewarnt hat.

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09.04.2019

„50 starke Frauen" porträtiert unsere Kampagne. Sie stehen auch für Dilma Ferreira Silva, die für ihren mutigen Einsatz getötet wurde.

Menschenrechtspreis für Partnerorganisation von Fastenopfer

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Eine wichtige Auszeichnung, gerade im derzeitigen politischen Klima: Der “Business and Human Rights Award 2018” geht nach Brasilien, an eine Partnerorganisa…

BrasilienBevölkerungLebenserwartungAlphabetisierungKindersterblichkeitBruttonationaleinkommen pro Kopf
200.4 Mio.74 Jahre91.3 %1.4 %11 690 US-$
7.9 Mio.83 Jahre99.6 %0.43 %82 430 US-$
Brasilien
Bevölkerung200.4 Mio.7.9 Mio.
Lebenserwartung74 Jahre83 Jahre
Alphabetisierung91.3 %99.6 %
Kindersterblichkeit1.4 %0.43 %
Bruttonationaleinkommen pro Kopf11 690 US-$82 430 US-$

Projekte in Brasilien

Bedrohte Gemeinden unterstützen

Das Netzwerk Kirchen und Bergbau setzt sich seit fünf Jahren gegen die negativen Auswirkungen des Bergbaus ein.

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Über hundert hängige Gesetzesvorlagen haben das Ziel, die Rechte der indigenen Bevölkerung in Brasilien zu beschneiden.

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Klimaschutz heisst auch, die lokale Bevölkerung zu stärken. Eine Kampagne in Brasilien macht darauf aufmerksam.

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Indigene Gemeinschaften bringen sich in politische Verhandlungen an den Klimakonferenzen ein.

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Boden, Rechte und Würde für die Menschen in Tocantins

Landtitel und eine Perspektive aus sklavereiähnlichen Arbeitsverhältnissen in Brasilien.

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Landesprogramm Brasilien

Tobias Buser
Tobias Buser

Programmverantwortlicher Brasilien und Indien

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